Von JBB zum eigenen Startup

Nach dem letzten Interview mit Marcel Boss, wollen wir heute unsere Interviewreihe mit zwei JBB-Urgesteinen fortführen.

Wir freuen uns daher sehr, Ben Leo Bock als zweifachen Ex-Vorstand und Robin von Rüden als ehemaligen IT-Ressortleiter begrüßen zu dürfen.

Vielen Dank, dass Ihr beide heute mit uns das Interview führt. 

Starten wir am besten mit einer kurzen Vorstellung von euch und eurer Laufbahn bei JBB!

Robin: Hi, ich bin Robin und bin derzeit 24 Jahre alt. Ich bin im Wintersemester 17/18 aus meiner Heimatstadt Bonn nach Bayreuth gezogen. Mir war es wichtig, neben meinem Studium auch Praxiserfahrung zu sammeln, weshalb ich mich in meinem dritten Semester bei JBB beworben habe. Heute kann ich sagen, dass diese Entscheidung eine meiner besten war.

Da ich schon immer sehr IT-affin war, bin ich erst Mitglied und dann Ressortleiter des IT-Ressorts geworden. In dieser Position war ich maßgeblich an Projekten wie der neuen Website oder auch der neuen vereinsinternen Datenbank beteiligt. In dieser Zeit habe ich auch mit Ben sehr eng zusammengearbeitet und ihn so näher kennengelernt. Aber dazu kann euch sicherlich Ben auch noch einiges erzählen.

Neben meiner Zeit als Ressortleiter habe ich auch externe Projekte durchgeführt, welche sich rund um Digitalisierung gedreht haben. Mittlerweile verfolge ich die Entwicklung von JBB gespannt als Alumnus.

Ben: Vielen Dank für die Einladung. Ich bin Ben, 20 Jahre alt und bin aktuell Beirat bei der Junior Beratung Bayreuth. Ich habe 2019 meine Studien an der Universität Bayreuth begonnen und studiere seitdem Economics B.Sc. und BWL B.Sc. Ich bin damals auf JBB aufmerksam geworden, da ich schon immer neben dem Studium noch etwas mehr machen wollte, als „nur“ studieren.

Im Gegensatz zu Robin hat es mich am Anfang meiner „JBB-Karriere“ in das Ressort Qualitätsmanagement gezogen, wo ich auch sehr schnell Ressortleiter geworden bin. Alle Ressortleiter und Vorstände haben alle zwei Wochen ein gemeinsames Treffen, den sogenannten Leitungskreis, bei dem ich Robin das erste Mal besser kennenlernte. Als meine Ressortleiterzeit zu Ende ging wurde ich Vorstand für Finanzen und Recht, welcher allerdings nicht nur für die Finanzen und alle rechtlichen Angelegenheiten verantwortlich ist, sondern auch die Ressorts Qualitätsmanagement und IT in seinem Verantwortungsbereich hat.

Hier war ich sehr froh, dass ich so einen guten IT-Ressortleiter hatte. Ich bin auch sehr überzeugt davon, dass wir in dieser Zeit den Verein weit voranbringen konnten. Nach meiner Zeit als Vorstand Finanzen und Recht wollte ich allerdings auch gesamtstrategisch den Verein voranbringen und bin deswegen Vorstandsvorsitzender geworden. Da ich in dieser Zeit viel Erfahrung gesammelt habe, freue ich mich umso mehr inzwischen den Vorstand als Beirat zu unterstützen. 

Wie habt ihr eure Zeit bei JBB wahrgenommen?

Robin: JBB ist eine Herausforderung. Über seine gesamte „JBB-Karriere“ hinweg wird man immer wieder herausgefordert. Das beginnt in der Regel mit der Anwärterphase, in der man die erste Case Study oder das erste Projekt absolviert. Projekte erfordern von einem, Experte in einer bestimmten Thematik zu werden, die einem vorher vielleicht fremd war. Das ist nicht leicht, aber Schulungen und Mentoren bereiten gut darauf vor.

Ben: Dadurch, dass man sehr viel mit anderen zusammengearbeitet hat, egal ob im Ressort, in den Führungskreisen oder auf Projekten, konnte man auch sehr viele Softskills im Bereich der Kommunikation, Problemlösung oder der Führung von Teams lernen. Insgesamt habe ich sehr viel Mindset mitgenommen, was oftmals sehr unterschätzt wird. Zum Beispiel das Denken als Unternehmer oder auch der Umgang mit Problemen.

Natürlich kann man auch mit bzw. durch JBB ein unfassbar gutes Netzwerk aufbauen, was auch immer sehr hilfreich sein kann, v.a. wenn man sich mit einem Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet austauschen möchte. 

Wir haben auf jeden Fall allein schon durch die vielen Schulungen einiges über Projektmanagement und natürlich auch über Präsentationen gelernt. Das ist Gold wert.

Nach eurer Zeit bei JBB habt ihr gemeinsam ein Startup gegründet. Wie kam es dazu?

Ben: Robin und ich haben noch zu JBB-Zeiten festgestellt, dass wir uns beide sehr für die Börse interessieren. Die wöchentlichen After-MVs haben wir dann immer genutzt, um uns über bestimmte Unternehmen bzw. Aktien zu unterhalten. Dass ich mich so sehr für das Thema interessiere, ist bei Robin wohl hängen geblieben.

Robin: Mich hat es schon immer gestört, dass man sich oft nur oberflächlich über Aktien austauscht oder noch schlimmer diese auf Basis einer oberflächlichen Analyse kauft. Natürlich habe ich mich auch selbst dabei erwischt. Mit der Zeit aber habe ich begonnen mich intensiver in das Thema hereinzuarbeiten. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Weg zur ersten eigenen Aktienanalyse viel schwerer ist als er sein könnte.

Weil ich Herausforderungen bei JBB schätzen gelernt habe, habe ich mir vorgenommen, die Aktienanalyse mit einem modernen und intuitiven Tool zu erleichtern. Ben habe ich mir dann zur Unterstützung an Bord geholt.

Dabei herausgekommen ist BullHub. Dort finden Privatanleger Informationen zu relevanten Analysekriterien und können diese mit einem Tool direkt analysieren. Zusätzlich werden Nutzer angehalten sich gegenseitig Rückmeldungen zu geben. Wie wertvoll gutes Feedback ist, habe ich u.a. bei JBB gelernt.

Wir erhoffen uns, dass Anleger mit diesem Aktienanalyse-Tool ihre Anlageentscheidungen zukünftig vermehrt auf Basis von fundiertem Research treffen.

Das ist doch ein sehr schönes Schlusswort. 

Vielen Dank für eure Zeit und das Interview.